Neues Buch „24 Hours in Shōgun’s Japan” untersucht japanische Geschichte 

11. März 2026

Das Buch des Forschers Mark Hudson verwendet archäologische und historische Quellen, um das Alltagsleben im Japan des 17. Jahrhunderts zu beschreiben, insbesondere zur Zeit des ersten Kontakts mit europäischen Händlern und Missionaren.

Japan im Mai 1614: Der alternde Shogun Tokugawa Ieyasu erkannte zwei Bedrohungen für sein Vermächtnis. Zum einen die europäischen Missionare und Händler, deren Einfluss zunahm, zum anderen die Familie Toyotomi, die in ihrer großen Burg in Osaka residierte.

In seinem neuen Buch „24 Hours in Shōgun’s Japan“ (24 Stunden im Japan des Shōgun) untersucht Dr. Mark Hudson von der Forschungsgruppe „Language and the Anthropocene“ diese Epoche der japanischen Geschichte anhand von 24 Episoden, die jeweils eine Stunde des Tages abbilden. Jedes Kapitel stellt eine andere Person in den Mittelpunkt: Kaufleute und Mönche, Piraten und Dichter, Bauern und einen Falkner. Das Buch ist Teil der Reihe „24 Hours“ und erscheint am 12. März bei Michael O’Mara Books. Die Übersetzungsrechte wurden bereits für Deutschland, Frankreich, Serbien, Spanien und die Ukraine verkauft.

„Obwohl der Schwerpunkt meiner Forschung auf deutlich früheren Epochen der japanischen Geschichte liegt“, erklärt Hudson, „begeistere ich mich seit Kurzem für die Zeit der ersten Kontakte zwischen Europa und Japan im 16. und 17. Jahrhundert. James Clavells Roman und die aktuelle Fernsehserie Shōgun sind sehr populär. Doch die tatsächliche Geschichte ist noch spannender.“

„Das Schreiben dieses Buches war eine Herausforderung, da es Fiktion mit authentischen Details des Alltagslebens in Japan im Jahr 1614 verbindet. Ich habe meine archäologischen Erfahrungen genutzt, um einer Vielzahl von Menschen, die zu jener Zeit auf den japanischen Inseln lebten, eine Stimme zu geben, nicht nur Samurai, sondern auch Frauen, Kaufleuten, einem Fischer, einem Ainu-Jäger und einem Kabuki-Tänzer, um nur einige zu nennen. Es war besonders schwierig, eine ausgewogene Darstellung japanischer und europäischer Charaktere zu finden, da die iberischen und englischen Quellen das Alltagsleben sehr anschaulich beschreiben. Vor allem habe ich versucht, das Buch unterhaltsam zu gestalten. Ich hoffe, dass es in Deutschland und darüber hinaus ein neues Interesse an der japanischen Geschichte weckt.“

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