Wissenschaftliche Werte der Abteilung DLU
Bei einem unserer ersten Treffen als Fachbereich haben wir gemeinsam eine Reihe wissenschaftlicher Werte und Prioritäten für die Arbeitskultur definiert. Diese dienen als Leitlinien für unsere Forschung und werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Als Fachbereich stellen wir Inklusivität in den Mittelpunkt unserer Forschung. Dies umfasst die gemeinsame Erarbeitung und Integration von Wissen mit Gemeinschaften, die Berücksichtigung von Macht- und Ressourcenungleichgewichten bei der Wissensproduktion sowie die Kommunikation unserer Forschung, um unterschiedliche Interessengruppen zu erreichen und die Beiträge aller Beteiligten zu würdigen.
Vielfalt ist für unsere Wissenschaft zentral. Sie umfasst die Verbindung unterschiedlicher Fachgebiete, Perspektiven und Wissensformen (z. B. Kunst und mündliche Überlieferungen) mit gemeinsamen Zielen bei der Erforschung der Koevolution von Stadt und Landnutzung. Zudem erkennen wir den epistemischen Wert von Forschung in verschiedenen sprachlichen, kulturellen und geografischen Kontexten an. Die Förderung und Aufrechterhaltung der Geschlechterparität sowie die Sicherstellung von Gleichberechtigung über verschiedene Hintergründe hinweg zählen zu unseren zentralen Prioritäten.
Eine zentrale Herausforderung der Geoanthropologie besteht darin, lokale Akteure weltweit zu vernetzen. Dabei ist es essenziell, den Gemeinschaften, in denen wir tätig sind, etwas zurückzugeben. Ebenso wichtig ist es, auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene Transparenz zu schaffen, damit die Öffentlichkeit – insbesondere die Menschen, die unsere Forschung durch öffentliche Mittel ermöglichen – unsere Arbeit nachvollziehen, ihre Relevanz erkennen und unterstützen kann.
Wir verstehen uns als multilokale Gemeinschaft: Unsere Wissenschaft, Werte und Arbeitspraktiken verbinden Menschen und Ideen über verschiedene Orte hinweg.
Die Abteilung DLU engagiert sich für Open Science, Datenzugänglichkeit und die FAIR-Prinzipien, beispielsweise durch ihre Flaggschiff-Datenbank URBank. Zudem fördert sie transparente, gut dokumentierte und reproduzierbare Forschungspraktiken.
Darüber hinaus, sind wir bestrebt, Wissen zu vermitteln und unsere Forschung über diverse Kanäle einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, darunter Social-Media-Plattformen, Veranstaltungen sowie neue Instrumente wie gamifizierte Modellierung.
Bei der Bearbeitung zentraler Fragestellungen streben wir Kohärenz an, zugleich schätzen wir unsere Dynamik, durch die sich unsere Forschung anhand neuer Erkenntnisse, kritischer Reflexion und globaler Herausforderungen kontinuierlich weiterentwickelt.
Als Abteilung wollen wir neugierig und kreativ sein. Wir möchten als „wissenschaftliche Impulsgeber“ gelten, die mit Leidenschaft arbeiten und überzeugt sind, neue Perspektiven einzubringen, welche die Stadt- und Landnutzungsforschung sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wissenschaft voranbringen.
Wir streben an, diese Begeisterung für unsere Forschungsthemen und Projekte zu entdecken und zu erhalten. Wenn wir keine Begeisterung für unser Projekt finden können, sollten wir es anders angehen.
Innovation kann einschüchternd erscheinen, doch wir sind von unserer Arbeit überzeugt und glauben, neue Perspektiven einzubringen, die Fortschritte ermöglichen.
Wir arbeiten kooperativ und vergleichend. Durch den Aufbau von Datenbanken, die Organisation von Workshops und die Förderung neuer Forschungsfelder möchten wir als zentrale Anlaufstelle für die Stadt- und Landnutzungsforschung über Raum und Zeit fungieren. Unsere teaminterne gemeinsame Weiterentwicklung spiegelt unsere Forschung sich gemeinsam entwickelnder Landnutzungs- sowie städtischer und nicht-städtischer Systeme wider.
Als Fachbereich hinterfragen wir kontinuierlich Kategorien und deren Anwendung weltweit. Dazu gehören „Urbanismus“ und „Landnutzung“ sowie deren Bedeutung in unterschiedlichen Kontexten und für verschiedene Personengruppen.
Wir betrachten es als unerlässlich, dass unsere Forschung anwendbar und relevant ist und tatsächliche Veränderungen bewirkt. Es ist uns ein großes Anliegen, dass unsere Arbeit nicht nur die Gemeinschaften erreicht, mit denen wir zusammenarbeiten, sondern auch politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger informiert. Unser Ziel ist es, durch Erkenntnisse aus Forschung und Kooperationen zur Politikentwicklung beizutragen und Entscheidungsprozesse zu unterstützen.