Die rasante Abnahme sprachlicher Vielfalt
Die rasante Beschleunigung des Klimawandels in den letzten Jahrzehnten hat dazu geführt, die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt neu zu bewerten und Anpassungen vorzunehmen, um Schäden zu reduzieren und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Debatte konzentriert sich überwiegend auf den Verlust biologischer Vielfalt und den Schutz natürlicher Ressourcen. Dem Verlust sprachlicher Vielfalt und dem Erhalt von Sprachen für zukünftige Generationen wird hingegen weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Obwohl die Geisteswissenschaften eine wichtige Rolle bei der Formulierung von Fragen und Antworten zum Klimawandel spielen, haben sich Linguisten bislang nur zögerlich mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Dieses Projekt zielt darauf ab, klimabedingte Bedrohungen für Sprachen und ihre Sprecher zu identifizieren, die zugrunde liegenden Mechanismen zu verstehen und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln. Wir widmen den bedrohten Sprachen in den Fokusregionen, darunter Ainu, Nivch, den Ryukyuan-Sprachen, den tungusischen Sprachen sowie weiteren Gebieten des nördlichen Pazifikraums, besondere Aufmerksamkeit.









