Dr. Li Tang erhält die Otto-Hahn-Medaille 2025
Die Otto-Hahn-Medaille wird für herausragende Leistungen junger Wissenschaftler:innen verliehen.
Bei der letzte Woche gehaltenen Zeremonie in Frankfurt erhielt Dr. Li Tang, von der Abteilung für Koevolution von Landnutzung und Urbanisierung sowie der Forschungsgruppe „Domestikation und anthropogene Evolution“ am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie die Otto-Hahn-Medaille für das Jahr 2025.
„Der Preis wird für die bahnbrechende interdisziplinäre Untersuchung ernährungsbezogener und wirtschaftlicher Anpassungen verliehen, die es früheren menschlichen Gesellschaften ermöglichten, sich auf dem tibetischen Hochland niederzulassen“, schrieb Max-Planck-Präsident Patrick Cramer in dem Schreiben, das die Auszeichnung ankündigte.
Tangs Forschung untersucht, wie sich frühere Gemeinschaften in den verschiedenen Hochgebirgsökosystemen des tibetischen Hochlands im Laufe der Zeit an neue agrar-pastorale Wirtschaftsformen angepasst haben. Sie war die erste, die die vielfältigen Ernährungsanpassungen der alten Tibeter identifizierte und systematisch aufarbeitete. Dr. Tangs Ergebnisse überarbeiten bestehende Modelle einer homogenen Anpassung an die Lebensgrundlagen und heben die Bedeutung von Vielfalt und lokaler Anpassung für die Widerstandsfähigkeit des Menschen in extremen Umgebungen hervor.
„Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich von der Max-Plank-Gesellschaft, insbesondere von meinen Vorgesetzten und Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Forschungsgruppen erhalten habe“, sagt Tang. „Zudem danke ich meinen Mitarbeitenden in China, deren Offenheit und Ermutigung während meiner Forschungsarbeit von unschätzbarem Wert waren.“
„In meiner aktuellen Arbeit gehe ich detaillierter darauf ein, wie frühere Ernährungsweisen die Gesundheit der Menschen und Gesellschaften in Tibet geprägt haben“, sagt Tang. „Ich möchte weiterhin erforschen, wie frühere Anpassungen auf dem tibetischen Hochland uns Erkenntnisse liefern können, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen, darunter Klimawandel, extreme Umgebungen und gesundheitliche Fragestellungen“, schlussfolgert sie.












