RESILIENT-Forschungsgruppe beteiligt sich am Start eines Dokumentarfilms über den Amazonas

7. November 2024

Der Dokumentarfilm wird am 27. November an der Universität Genf uraufgeführt

Im Rahmen der Aktivitäten des RESILIENT-Forschungsprojekts am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie (MPI-GEA) ist die Vorpremiere des Dokumentarfilms „Amazonia: Coeur de la Terre Mère” (Amazonia: Herz der Mutter Erde) im Rahmen der Europatournee der NGO Planète Amazone geplant. Die Veranstaltung wird vom Fachbereich Allgemeine Geschichte und dem Latino Lab der Universität Genf in Zusammenarbeit mit Forschenden des MPI-GEA organisiert.

Dieser herausragende Dokumentarfilm beleuchtet die Geschichte des Kampfes der indigenen Völker um Landrechte und gegen die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes. Im Anschluss an die Vorführung findet eine Podiumsdiskussion statt, an der Forschende, NGOs und indigene Anführer:innen teilnehmen, darunter Magdalene Kaitei, Anführerin des Maasai-Volkes, Mauricio Yekuana, Direktor der Yanomami Hutukara, sowie Gert-Peter Bruch, Gründer der NGO Planète Amazon und Regisseur des Dokumentarfilms. Sie werden gemeinsam mit Antoine Acker, Professor an der Universität Genf und wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI-GEA, und Julia Silva de Medeiros, Doktorandin am MPI-GEA/TU Berlin unter der Betreuung von Patrick Roberts, sowie Danielle Heberle Viegas und Stephanie Herold über einige Schlüsselthemen des Dokumentarfilms diskutieren.

„Ich glaube, dass diese Veranstaltung wichtig ist, um einer breiteren Öffentlichkeit die Vision und den Kampf der indigenen Völker für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes näherzubringen. Sie werden oft aus den institutionellen Narrativen ausgeklammert, und dies ist eine Möglichkeit, ihren Stimmen und ihrer Geschichte Gehör zu verschaffen“, sagt Julia Silva de Medeiros, die am MPI-GEA untersucht, wie die Narrative zur Heritagisierung ehemaliger Bergbaustädte im Amazonas-Regenwald die Umweltpolitik in der Region beeinflussen können.

Die Veranstaltung steht auch in engem Zusammenhang mit den Diskussionen auf der Konferenz „Voices of the Global South on the Anthropocene: Archaeological, Historical, and Ancestral Perspectives“, die im Juni 2024 vom MPI-GEA für Ethnologische Geografie veranstaltet wird“, fügt Danielle Heberle Viegas hinzu, Leiterin des RESILIENT-Projekts und Gründungsmitglied der MPI-GEA-Gruppe „Archaeological, Historical and Ancestral Perspectives from the Global South to Navigate the Anthropocene Crisis“, die beide mit der ständigen Forschungsgruppe isoTROPIC am MPI-GEA verbunden sind.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. November, um 18:15 Uhr MEZ an der Universität Genf statt.

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